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Musik an der Martin-Luther-Kirche - Dresdner Bachchor - Kurzeinführungen

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Markus Leidenberger

Kurzeinführungen

Zu einigen Konzerten

Joseph Haydn : „Die Schöpfung”

6. Mai 2012 Stadthalle Singen/Hohentwiel
30. Juni 2012 Martin-Lutherkirche Dresden

“Die Himmel erzählen die Ehre Gottes und seiner Hände Werk zeigt an das Firmament”.
Wie gut passen diese Worte aus dem 19. Psalm zu dem Sternenhimmel in der Apsis der Martin-Luther-Kirche Dresden. Wie gut passt die fröhliche Musik von Joseph Haydns Oratorium “Die Schöpfung” zur Leichtigkeit eines frischen Sommers.

Von einer Englandreise brachte Haydn den Gedanken und eine Textgrundlage für ein Oratorium mit. In Wien entstand das endgültige Libretto nach Texten der Bibel und John Miltons Epos “Paradise Lost” durch Gottfried von Swieten. Die Uraufführung der Vertonung durch Joseph Haydn fand am 19. März 1799 im Burgtheater Wien statt. Seither erfreut sich das Oratorium größter Beliebtheit wegen seiner malerischen Musik, die Schöpfung und Geschöpfe in Töne fasst. Dabei macht es durchaus Sinn, inne zu halten und uns heute direkt ansprechen zu lassen, was das für uns bedeutet in unserem Leben: Chaos und Ordnung, Finsternis und Licht, Gottes Gegenwart spüren, in dem was wir wahrnehmen und erleben, die Angewiesenheit der Geschöpfe aufeinander, Gott als Schöpfer begreifen und damit das große Lob seiner Herrlichkeit in unser Dasein aufnehmen.

In der Zeit als Haydn die Schöpfung komponierte, schrieb er auch 1797 das “Gott erhalte Franz den Kaiser”, dessen Melodie in unserer Nationalhymne lebendig ist.

Die über 200 Jahre alte Musik “Die Schöpfung” ist ganz frisch und hautnah für uns zu erleben durch ein Gemeinschaftsprojekt des Madrigalchores Singen und des Dresdner Bachchores. Es spielt das Orchester der Landesbühnen Sachsens.

Reinhard Keiser „Markuspassion”

Karfreitag 6. April 2012

Nachdem wir meistens eine Johannes- oder Matthäuspassion zu Gehör gebracht haben, soll dieses Jahr eine Passion nach dem Markusevangelium erklingen.

Reinhard Keiser (1674-1739) besuchte die Leipziger Thomasschule. Seinen Lebensmittelpunkt fand er in Hamburg, wo er zunächst als Opernkomponist und ab 1728 als Kantor am Dom wirkte.

Wir wissen, dass seine Markuspassion von Johann Sebastian Bach mindestens einmal in Weimar und zweimal in Leipzig aufgeführt wurde. Ein Werk das für Bach so wichtig war, dass er es mehrfach zur Aufführung gebracht hat, ist auch für uns interessant zu hören.

Wir finden alle Elemente einer oratorischen Passion mit Bibeltext, Chorälen und Arien. Die verhältnismäßige Knappheit des Markusevangeliums spiegelt sich in der kompakten etwa fünfundsiebzigminütigen Komposition wieder und lädt zum intensiven Bedenken der Passion Jesu ein.

Gottfried August Homilius „Markuspassion”

Karfreitag 18. April 2014

Gottfried August Homilius wurde am 2. Februar 1714 in Rosenthal/Sachsen geboren. Kurz nach seine Geburt zog die Familie nach Porschendorf bei Pirna. Ab 1722 war Homilius Schüler der Annenschule in Dresden.

1735 wurde er in Leipzig als Jurastudent der Universität immatrikuliert. In dieser Zeit war er Schüler von Johann Sebastian Bach.

1742 wurde er Organist an der Dresdner Frauenkirche, 1755 Kreuzkantor und Musikdirektor der drei Dresdner Hauptkirchen. Dieses Amt hatte er bis zu seinem Tod am 2. Juni 1785 inne.

Sein Hauptwirkungsort blieb die Frauenkirche, weil die Kreuzkirche 1760 zerstört und erst nach seinem Tod wieder aufgebaut wurde.

Die Kompositionen von Homilius waren zu ihrer Zeit sehr beliebt und außerdordnetlich verbreitet. Schon zu seinen Lebzeiten schrieb Johann Friedrich Reichardt, Homilius sei „jetzt wohl ausgemacht der beste Kirchenkomponist”.