Karte zu Orten der Erinnerung

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Unter Karte / Artikel ist nun auf einen Blick erkennbar, wo genau sich die Orte der Erinnerung an die Folgen der deutschen Besatzung Italiens befinden, über die wir bisher berichtet haben. Mithilfe dieser beliebig vergrößerbaren Karte wird eine punktgenaue Lokalisierung des Gedenkortes möglich.

Nach einem Klick auf einen der roten Positionspunkte öffnet sich ein Fenster, in dem hinterlegt ist, in welchem unserer Artikel Informationen über diesen Ort zu finden sind.

Sabine Bade & Wolfram Mikuteit

Im Bosco della Memoria in Monza wird an die Opfer der Deportationen erinnert

Monza, nur knapp 20 km nordöstlich von Mailand gelegen, gehörte zum Einzugsgebiet der großen Industrieunternehmen, die sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts vor allem in und um den Nachbarort Sesto San Giovanni angesiedelt hatten. Frauen und Männer aus Monza pendelten dank guter Verkehrsverbindungen in die dort ansässigen Fabriken von Breda, Pirelli, Falck, Marelli, Singer und deren Zulieferer.

der Bosco della Memoria in Monza - Foto: © Wolfram Mikuteit

der Bosco della Memoria in Monza – Foto: © Wolfram Mikuteit

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Giorgio Bassanis Garten der Finzi-Contini

Geschichten aus Ferrara
Er habe Vittorio De Sicas preisgekrönten Film „Der Garten der Finzi Contini“ gesehen und wolle nun unbedingt zum Grab von Giorgio Bassani, erläutert uns der junge Mann auf dem Jüdischen Friedhof von Ferrara. Ob er weiß, dass Bassani selbst wenig zufrieden mit der Verfilmung seines Romans war und sich deshalb weigerte, als Mitautor genannt zu werden?

Giorgio Bassani (4. März 1916 -13. April 2000), jüdischer Friedhof Ferrara - Foto: © Wolfram Mikuteit

Giorgio Bassani (4. März 1916 -13. April 2000), jüdischer Friedhof Ferrara – Foto: © Wolfram Mikuteit

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Das Mailänder Architekturbüro BBPR

Im Januar 2017 wurden in Mailand die ersten sechs Stolpersteine verlegt, einer davon für den Architekten und Stadtplaner Gian Luigi Banfi (1910-1945). Er war im August 1944 als Mitglied der antifaschistischen Widerstandsbewegung Giustizia & Libertà verhaftet und von den deutschen Besatzern über das Durchgangslager Fossoli in das Konzentrationslager Mauthausen deportiert worden. Dort starb er im Nebenlager Gusen – kurz vor der Befreiung des Lagers – am 10. April 1945 an völliger Entkräftigung. Verlegt wurde der Gian Luigi Banfi gewidmete Stolperstein in der Mailäner Via dei Chiostri vor dem Gebäude, in dem das von ihm mitgegründete Mailänder Architekturbüro BBPR seinen Sitz hatte.

Monument für die Opfer der NS-Vernichtungslager - Foto: © Wolfram Mikuteit

Monument für die Opfer der NS-Vernichtungslager – Foto: © Wolfram Mikuteit

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Universität Padua – Mitarbeiter und Studenten im Kampf gegen Faschismus und deutsche Besatzung 1943-1945

Die im Jahr 1222 gegründete Universität von Padua, an der auch Galileo Galilei 16 Jahre lang lehrte, hat in den knapp 800 Jahren ihrer Geschichte viele kluge Köpfe angezogen und Bemerkenswertes ermöglicht: So wurde mit Elena Lucrezia Cornaro Piscopia 1678 die weltweit erste Frau in Padua promoviert. Zu einer Zeit, in der andernorts kluge Frauen noch auf dem Scheiterhaufen enden konnten. Und die Universität von Padua war es auch, der für den vehementen Kampf ihrer akademischen Mitarbeiter und Studenten gegen Faschismus und deutsche Besatzung – als einzige in Italien – die Medaglia d’oro al valor militare verliehen wurde.

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